Castell de Ferro bis Torre del Mar:
Frühstück im Zimmer. Auch wenn ich keinen richtigen Kaffee hatte, nur den kalten Cappuccino von Starbucks aus der Tankstelle, war mir diese Variante trotzdem lieber. Mit Baguette, Käse und Wasser sowie kaltem Cappuccino war ich ausreichend gestärkt. Die Temperatur betrug 19 °C. Der Wetterbericht meldete wieder Sonnenschein (was sonst) bei einer Tageshöchsttemperatur von 27 °C. Der Wind hat sich allmählich zu einem Lüfterl degradiert. Windstärke von bis zu 8 km/h mit Windstößen von bis zu 20 km/h ist in Küstennähe nur noch eine Brise, mehr nicht.
Um 7 Uhr 30 bepackte ich mein Rad im Stockfinsteren! Danach wartete ich eine Weile, bis es wenigstens dämmerig wurde. Das Hotel lag an der Nebenfahrbahn der N-340, ich musste also nur losfahren. Die Küstenstraße namens N-340 bzw. N-340a war auch heute wieder meine Straße des Tages und die einzige Küstenstraße. Die Etappe begann gleich mit einem Auf, und das in der Dämmerung. An der ersten Anhöhe angekommen, bewunderte ich den Sonnenaufgang. Der Blick war traumhaft schön!
Was das genau war, konnte ich nicht erkennen. Zwei Bergziegen? Sie haben auf jeden Fall Hörner gehabt. Auf dem Foto ist nur eine zu sehen, die andere ist vom Gebüsch verdeckt. Es waren auf jeden Fall zwei.
Sonnenaufgang am Meer bzw. Sonnenaufgang auf einer Küstenstraße mit Bergkulisse hat schon etwas. Und fürs Fahrradfahren hat es sowieso den Vorteil, noch im Kühlen unterwegs zu sein. Bis die Sonne zu brüten begann, hatte ich schon einige Kilometer hinter mir.
So wie bei den letzten Etappen blieben mir auch heute die Aufs und Abs nicht erspart. Entweder ich schaute von oben auf die Küste herab, oder ich hatte einen Weitblick auf die nächste Stadt, und dann fuhr ich wieder durch einige Ortschaften am Meer, bevor das nächste Bergauf vor der Tür stand.
Auch Tunnels standen auf dem Programm. Mittlerweile hab ich keine Scheu mehr, in Tunnels zu fahren. Die Tunnels waren nicht allzu lang, gut beleuchtet. Und so viele Autos waren auch nicht unterwegs. Die Autobahn war hoch über mir. Vermutlich nutzen die meisten Autofahrer trotz Maut die Autobahn.
Ein Weltenbummler? Oder doch eher ein Obdachloser? Wohl eher letzterer, die ich in den größeren Städten zu Gesicht bekam. Auf der Küstenstraße hab ich bisher noch keinen gesehen.
Was den Straßenbau betrifft, muss ich Spanien ein riesengroßes Lob aussprechen. Die Autobahnen hab ich bisher zwar nur kurz kennen gelernt, aber die N-Straßen oder die C-Straßen bin ich bisher schon vielfach gefahren. Ebenso regionale Straßen ohne spezielle Nummern. Alle Straßen, auf denen ich bisher unterwegs war, waren in TOP Zustand! Der Asphalt ist sehr gut, die Beschilderung ist sehr gut. Und zumindest die N- und C-Straßen haben immer einen Pannenstreifen.
Ich wechselte wieder die Provinz: ich verließ die Provinz Granada und "betrat" heute die Provinz Málaga.
Was es mit diesem Bauwerk auf sich hat, konnte ich nicht eruieren. Ob es historisch war oder ein Neubau, konnte ich nicht erkennen. Vielleicht finde ich das ja noch heraus.
In Nerja meldete sich mein knurrender Magen, und ich machte in einer Sport-Bar einen Einkehrschwung.
Hier gibt es Infusionen? Ich wählte eher die traditionelle Art, um meinen Hunger zu stillen: Taccos mit Bohnen und Gemüse sowie Brot und vieeeeel Mineralwasser. Mit Besteck, statt als Infusion.
Nach meiner Mittagspause war es vorbei mit den Aufs und Abs, und ich konnte in der Ebene die Küste genießen.
Um 16 Uhr 14 erreichte ich Torre del Mar und fuhr zuerst noch ein Stück an der Uferpromenade entlang.
Mein Hotel erreichte ich eine Viertelstunde später.
Ich war auch schon Eis essen in einer Heladeria und anschließend Abendessen in einem Lokal im Zentrum in der Nähe der Uferpromenade. Hier ist ein Lokal neben dem anderen. Die Auswahl ist groß. Für morgen Früh konnte ich auch schon auskundschaften, wo ich ein frühes Frühstück bekomme. Gleich ums Eck in einer Cafeteria, die um 7 Uhr 30 öffnet. Mein Hotel bietet Frühstück erst ab 8 Uhr 30 an. Das ist mir wieder zu spät.
Mittagessen: Taccos mit Bohnen und Gemüse in einer Sport-Bar in Nerja. Dazu Brot und viel Mineralwasser.
Übernachtung: Hotel Las Américas - Zimmer riesengroß und in Ordnung, WLAN funktioniert sehr langsam. Mein Fahrrad steht im Zimmer. Preis in Ordnung.
Abendessen: Salat mit Käse, dazu viel Brot und Agua con gas.
Gesamtstrecke 81,29 km
Zeit in Bewegung 5 h 41'
Gesamtzeit 8 h 46'
Temperatur in der Früh 19 °C, tagsüber bis zu 29 °C
Sonne pur den ganzen Tag, kaum windig
Summe aller Steigungen: 827 m
Höhe Castell de Ferro: 10 m ü NHN
Höhe Torre del Mar: 8 m ü NHN


























So, lesend habe ich dich wieder eingeholt. Ich durchkreuze mit dir eine trockene, karge Landschaft, die auch wieder ihren Reiz hat. Jedoch ohne die Auf und Abbs abstrampeln zu müssen!
AntwortenLöschenMal sehen, wen du nach der Rad fahrenden Österreicherin noch so treffen wirst. Der Hammer, ihr Beiden!
LG SE
Du bist wieder da! Schön, dass du nachgelesen hast! Ja, die Landschaft ist karg, aber sie hat ihren Reiz. Und dieses Rot im Gestein finde ich ganz besonders schön. Mir wäre es auch ohne Aufs und Abs lieber, aber dann würde der Blick von oben wieder fehlen.
Löschen