Fréjus bis Toulon:
Seit einigen Tagen sind wir an der Côte d'Azur unterwegs. Anlass, ein bissl zu recherchieren, woher dieser Name überhaupt kommt.
Google gibt Auskunft:
Die Côte d'Azur erstreckt sich nach den französischen Lexika von Cassis bei Marseille bis Menton. Die Côte d'Azur ist Teil der Region Provence-Alpes-Côte d'Azur mit den Küstengrenzen der Départements Bouches-du-Rhône, Var und Alpes-Maritimes sowie dem Fürstentum Monaco und bildet somit den Großteil der provenzalischen Mittelmeerküste. Bekannte Orte sind Saint-Tropez, Cannes, Antibes, Nizza, Monaco und Menton. Der Name ist eine Schöpfung des Dichters Stéphen Liégeard, der 1887 ein Buch mit dem Titel "La Côte d'Azur" veröffentlichte. Die Côte d'Azur ist nach azurblauem Wasser benannt.
Und dieses Azurblau ist wirklich faszinierend! Ich finde fast, dass das Blau noch intensiver wirkt, wenn man "von oben" aufs Meer schaut, als wenn man direkt am Wasser steht. So wie die letzten Tage fuhren wir auch heute wieder größtenteils die Küste entlang, wobei wieder Bergaufs und Bergabs dabei waren - mit dem oben erwähnten Blick "von oben".
In der Früh hatte es 18 °C, der Wetterbericht prognostizierte Sonne bei bis zu 30 °C. Solange es nicht über 30°C werden, bin ich schon zufrieden. Die leichte Brise am Meer wirkt doch noch kühlend, auch wenn man in der Sonne unterwegs ist. Frühstück gab es wahlweise im Frühstücksraum, in dem auch das Buffet aufgebaut war, oder an den beiden Tischen, die vor dem Eingang standen. Auch gut. Die Auswahl war wieder mäßig, nur das Gebäck war gut! Französisches Baguette ist wirklich gut! Es wird in 5-10 cm langen Stücken angeboten. Dazu gab es Butter, zwei Käsesorten, Joghurt und die süße Ecke. Der Kaffee war heute weniger genießbar. Auch der Orangensaft war künstlich, picksüß und hat nicht wirklich nach Orangen geschmeckt. Satt wurde ich trotzdem.
Im Frühstücksraum stand dieses Gefährt - ein altes Motorrad, von dem nur noch das Skelett vorhanden war. Baujahr unbekannt. Wie alt könnte dieses Motorrad sein?
Um 8 Uhr 23 fuhren wir los. Ums Eck zum Kreisverkehr und anschließend auf die Bundesstraße D559, die Straße des Tages. Hier fielen mir die vielen Pinien auf, die direkt neben der Straße wuchsen. Aber auch an der Küste sah ich sie immer wieder.
Heute war ich richtig froh, dass wir nicht immer auf der Straße fahren mussten. Bald entdeckten wir einen Radweg direkt neben der Straße. Schöööööön! Mit herrlichem Blick aufs Meer!
... bis Cogolin. Hier hätten wir die Abzweigung nach Saint-Tropez auf dem Radweg nehmen können. 6 km waren es bis Saint-Tropez. Allerdings hätte uns die Weiterfahrt ab Saint-Tropez Zusatzkilometer eingebracht, und an der Küste gibt es keine Straße, außer man fährt den gleichen Weg wieder zurück. Somit ließen wir Saint-Tropez links liegen und ... fuhren in den Kreisverkehr.
Kreisverkehre haben etwas magisches. Wenn man sich nicht sicher ist, ob die Ausfahrt stimmt, landet man entweder falsch oder fährt nochmal im Kreis. Ich entschied mich für raus aus dem Kreisverkehr und noch einmal in mich gehen. Und das machten wir auf dem Pfad, der zum Minigolfplatz führte. D98? Die ist falsch. Warum steht aber dann Toulon bei D98 angeschrieben? Unsere Straße heißt doch D559. Aaaah, das steht oberhalb von Saint-Tropez. Aber Saint-Tropez ist auch falsch? Wir wollen nach Toulon. Aaaah, da gibt es eine Mittelvariante, die man erst sieht, wenn man schon Richtung D98 gefahren ist. Alles klar. Noch eine Runde.
ABER dann waren wir richtig. Bist du g'scheit! Mit uns fuhren 5478264502 LKWs, Lieferwagen, Busse und Autos auf unserer Straße. So hatte ich mir das nicht vorgestellt! Stress lass nach!
Die D559 führte uns auch wieder bergauf und bergab. Und das brachte wiederum immer wieder einen traumhaften Blick aufs Meer :-)
BLAU - BLAUER - AZUR!
Je weiter wir uns aus dem Raum Saint-Tropez entfernt hatten, desto weniger Autos waren auf unserer Strecke unterwegs. Das fiel mir vor allem bei den Anstiegen auf. Und wenn wir auf Meeresniveau an der Küste waren, hatten wir immer wieder einen Radweg neben der Straße!
Ehe wir uns versahen, blieb der Radweg standhaft. Wir mussten ihn nicht mehr verlassen, er lag genau auf unserer Route. Und der Radweg war sogar richtig toll ausgebaut. Die Straße des Tages - D559 - war immer in der Nähe, teilweise in Sichtweite, aber wir mussten nicht auf ihr fahren. Was für eine Wohltat!
Toulon erreichten wir um 17 Uhr, mussten dann aber doch noch ein ziemliches Stück durch die Stadt fahren, bis wir unser Hotel erreichten. Toulon ist keine Kleinstadt. Unser Hotel erreichten wir schließlich um 18 Uhr 12. Diesmal ist es wieder ein Bed & Breakfast.
Mittagessen: Salat mit Hühnerfleisch, dazu Gebäck, 1 Carafe d'Eau in einem Lokal an der Küstenstraße. Eiskaffee (der allerdings keine Ähnlichkeit mit unserem Eiskaffee hat, sondern aus einem Kaffee besteht, in dem Vanilleeis verrührt wurde).
Übernachtung: Bed & Breakfast - Zimmer groß und sauber, Badezimmer winzig, WLAN funktioniert super. Preis gehoben! Mein Fahrrad steht wieder im Zimmer.
Abendessen: Weckerl, Fruchtjoghurt und viel Wasser, das ich in einem Supermarkt eingekauft hatte. Anschließend Kaffee vom Automaten im Hotel.
Gesamtstrecke 108,48 km
Zeit in Bewegung 6 h 31'
Gesamtzeit 9 h 47'
Temperatur in der Früh 18 °C, tagsüber bis zu 30 °C
Sonne pur den ganzen Tag
Summe aller Steigungen: 702 m
Höhe Fréjus: 4 m ü NHN
Höhe Toulon: 21 m ü NHN
























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