Alcossebre bis Port de Sagunt:
Gestern gab's am späteren Abend noch ein Gewitter. Es hat heftig gekracht, dann war alles stockdunkel. Nicht nur im Hotel, sondern auch im Umkreis. Nach 10 Minuten war das Licht wieder da. Mein Timing war auf jeden Fall gut. Ich bin zwischen den beiden Gewittern zurück ins Hotel gegangen und wurde nicht nass. Glück muss man haben. Heute Früh war alles weg, ein paar Restwolken standen am Himmel, aber mein Regenradar zeigte an, dass die Gewitterwolken in nordöstlicher Richtung abgezogen waren.
Meine Vermieterin war pünktlich. Ich konnte wirklich um 7 Uhr 45 frühstücken. Die Ausbeute war mager: eine Scheibe Toastbrot, ein Croissant, eine kleine Portionsbutter. Um ein Glas Wasser musste ich erst bitten, und dann bekam ich 1/8 Glas Wasser. Das war's. Das Thermometer auf meinem Navi zeigte 18 °C an. Richtig kühl :-) Der Wetterbericht meldete Sonnenschein bei einer Tageshöchsttemperatur von 29 °C.
Um 8 Uhr 09 fuhr ich los. Einfach Richtung Meer. Ich startete meine Etappe an der Küste. Und das war richtig schön. Mir fielen Holzstege am Strand auf. Ich hatte einmal gelesen, dass es in Spanien Holzstege für die Radfahrer gibt. Aber hier war das nicht so, hier waren sie für die Fußgänger.
Ich blieb auf der Straße, die eine Kennzeichnung für Radfahrer hatte und Warnhinweise für die Autofahrer, und genoss die Fahrt und den Blick aufs Meer.
Gestern hatte ich noch gedacht, ich weiche ich immer mehr von meiner geplanten Route und vom EuroVelo 8 ab. Und heute - siehe da - sah ich wieder EuroVelo 8 - Schilder.
Allerdings schickte mich der EuroVelo 8 in einen Naturpark namens Terrenostra Parc Natural. Naturparks haben immer etwas gefährliches an sich. Da leben so riesige Viecher, nennen sich GELSEN. Und wenn die mich stechen, hab ich monströse rote Buckel, die ich tagelang nicht loswerde. Ich muss also bei aller Schönheit der Naturparks immer auf der Hut sein!
Nach meinem Exkurs in den Naturpark kam ich an einem Hotel vorbei und dachte mir: hoffentlich lande ich beim Vorbuchen meiner Hotels nicht einmal bei so einer Absteige! Mir ist bei einer früheren Radtour einmal passiert, dass ich ein Hotel über Booking.com gebucht hatte, das es gar nicht mehr gibt bzw. das dem Verfall zum Opfer gefallen sein muss. Kaputte Fensterläden, bröckelnder Verputz, keiner da.
Bei meiner gegenwärtigen Tour hatte ich bisher immer Glück mit meinen Unterkünften.
In Benicàssim war ich wieder direkt am Meer und konnte die Uferpromenade auf einem richtig tollen Radweg entlang fahren. Einfach schön :-)
In Burriana begann wieder mein Magen zu knurren. Und wie der Zufall es wollte, sah ich ein Café direkt auf meinem Weg durch den Ort und kehrte ein. Das Einparken mit meinem Fahrrad gelingt mir schon recht gut. Meistens steht es neben meinem Tisch.
Ein bissl alternativ war ich heute doch auch unterwegs. Burriana lag schon nicht mehr auf dem EuroVelo 8, und nach meiner Stärkung fuhr ich wieder ein bissl N-Straße, bevor ich die letzten Kilometer bis Port de Sagunt wieder auf einem herrlich schönen Radweg unterwegs war. Besonders hier fiel mir auf, dass es heute recht windig war. Natürlich hatte ich Gegenwind. Kein Mensch hat beim Radfahren Rückenwind, beim Radfahren ist der Gegenwind immer vorprogrammiert. Port de Sagunt erreichte ich um 16 Uhr, mein vorgebuchtes Hotel ein paar Minuten später.
Frühstück bekomme ich morgen keines. Dafür darf ich das Hotel morgen schon um 7 Uhr verlassen. Sehr großzügig! In der Nähe gibt es einige Bars und Cafés, die schon früh aufmachen, sodass ich sicher etwas finden werde. Ich war nach dem Einchecken bereits einkaufen. Auch hier gibt es einen Consum. Und Abendessen war ich ebenfalls. Pizza in einer Pizzeria ein paar Gehminuten entfernt.
Mittagessen: Spinatstrudel mit anschließendem Croissant in einem Café in Burriana, dazu 2 Flaschen Mineralwasser. Zum Abschluss ein Espresso.
Übernachtung: Hotel Austria 76 (!!) - Zimmer groß und sauber, Einrichtung etwas veraltet, Badezimmer winzig, WLAN ist sehr zäh. Mein Fahrrad steht im Speisesaal. Preis in Ordnung.
Abendessen: Pizza im Ort, 1 Liter Mineralwasser.
Gesamtstrecke 98,08 km
Zeit in Bewegung 6 h 03'
Gesamtzeit 8 h 04'
Temperatur in der Früh 18 °C, tagsüber bis zu 30 °C
Sonne pur den ganzen Tag, windig am Nachmittag
Summe aller Steigungen: 364 m
Höhe Alcossebre: 48 m ü NHN
Höhe Port de Sagunt: 17 m ü NHN





















Also wenn man so ein Hotel erwischt….und besonders der Pool ist „einladend“
AntwortenLöschenDu meinst sicher das Hotel in L'Ametllar, oder? Ja, das war schon sehr fein!
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