Donnerstag, 24. August 2023

Tag 8: Cervignano del Friuli bis Venedig

Cervignano del Friuli bis Venedig:

Tagwache war heute um 4 Uhr. Temperatur 23 °C. Mein Frühstück bestand aus 2 Scheiben Zwieback, ein bissl Marmelade. Dazu 1 (EINE!) Kapsel für den Kaffeeautomaten! 0,2 l Apfelsaft und eine Miniatur-Nektarine waren auch bei meinem vorbereiteten Jausenpaket dabei. Wasser von der Wasserleitung. Um 5 hätte ich losfahren können. Allerdings war es da noch stockdunkel, und ich traute mich nicht im Dunkeln auf die SS 14. Also wartete ich noch ein wenig und rollte schließlich um 5 Uhr 59 Richtung SS 14, die anfangs noch recht überschaubar war. Es war dämmerig, und ich musste das Licht einschalten. Zum Sonnenaufgang war ich bereits auf der Strada Statale unterwegs.



Mein zweites Frühstück holte ich mir in einer Tankstelle: richtigen Kaffee und ein Croissant sowie einen Liter Mineralwasser.

Um 10 Uhr 35 war ich bereits in Jesolo. Hier fand ich ein nettes Café mit einem noch netteren Topfenstrudel samt herrlichem Espresso doppio. Dazu - wie konnte es anders sein - einen Liter Mineralwasser. Ich fuhr diesmal anders als im vergangenen Jahr - nicht die SS 14 bis Mestre und dann nach Venedig, um mich dort verhaften zu lassen, sondern auf dem Lido die Jesolo bis zur Punta Sabbioni. Vom netten Café aus hatte ich noch 19 km bis zur Punta Sabbioni. Hier kaufte ich mir ein Ticket für die zweistöckige Personenfähre Nr. 14 nach Lido die Venezia. Ich musste keine 5 Minuten warten, um mit dem Fahrrad einsteigen zu können.





In Lido di Venezia musste ich ca. 1 km die Küste entlang bis zur Station der Autofähre Nr. 17 fahren. Die Fähre stand schon da. Ich düste die Autokolonne entlang bis zum Ende der Straße, wo sich das Ticket Office befand, kaufte mir je ein Ticket für Passagier und Fahrrad, düste wieder zurück und quetschte mich in der Autokolonne aufs Schiff. Für die Fahrräder und Motorräder waren Plätze am Rand vorgesehen. Da ich das einzige zweirädrige Fahrzeug auf der Fähre war, gehörte mir dieser Platz ganz alleine. Und schon fuhr die Fähre los.


Die Fähre fuhr in einem Bogen um Venedig, bog in den Canale Grande ein und erreichte nach 15 Minuten Fahrt den Hafen von Venedig - Venezia Tronchetto. Bis dahin war alles einfach. Ich verließ die Fähre, folgte der Linie auf meinem Navi und .... landete in der baustellenbedingten Absperrung. Wieder zurück (gegen die Einbahn). Jaaaa, hup mich nicht an, ich weich eh schon auf den Gehsteig aus. Ähm ... der wurde immer schmäler und hörte auf. Alles wieder zurück - allerdings im Rückwärtsgang. Die Straße teilt sich! Das hatte ich nicht gesehen. Deshalb war ich falsch. Rückwärts bergauf schiebend bis zur Teilung. Dann - wieder gegen die Einbahn - wieder auf den Gehsteig .... kein Auto in Sicht und rüber auf die andere Straßenseite. JETZT war ich richtig, konnte auch richtig 3 mal ums Eck abbiegen, bis ich bei meinem Hotel war. Um 15 Uhr 20 stand ich vor meinem Hotel. Uffff....






Mein Fahrrad durfte ich in den Innenhof stellen, mit Gepäck durfte ich auch den Aufzug aus dem 17. Jahrhundert (oder war es das 16.?) benutzen, der geschätzte 22 Minuten brauchte, um vom Erdgeschoß in den ersten Stock zu gelangen. Ich musste die ganze Zeit den Knopf gedrückt halten, damit er nicht den Geist aufgab.

Mein Hotel liegt strategisch in mehrfacher Hinsicht günstig. Ich hab ein Vaporetto gleich gegenüber, wenn ich nicht hatschen mag. Die Straße für meine Weiterfahrt ist ums Eck. Bei der Weiterfahrt werde ich es ja doch wohl schaffen, ohne Einbahn und ohne Rückwärtsgang auf meine Route zu kommen. Aber darüber mach ich mir JETZT noch keine Gedanken. Ich konnte mein Quartier (angesichts der aktuellen Temperaturen) erfolgreich um eine dritte Übernachtung verlängern und hab somit zwei ganze Pausetage. WLAN ist langsam und zach, Klimaanlage funktioniert super. Badezimmer muss ich mir mit dem Nachbarzimmer teilen. Das stand SO nicht in der Beschreibung, zumindest nicht direkt. Aber egal. Ich hab schon schlimmer übernachtet.

Ab unter die Dusche. Den ersten Schwung Wäsche wusch ich gleich, der Rest wird noch folgen. Und schon stapfte ich los, um ein wenig die Umgebung zu erkunden und mir ein Lokal zu suchen. Meine Wahl fiel auf Penne Pomodore mit Insalata Mista, dazu vieeeel Mineralwasser. Und ich war abgefüllt :-) Auf dem Rückweg zum Hotel kreuzte noch eine Ratte meinen Weg. Ähm ... ich verzichtete aufs Shoppen und kürzte den Rückweg zum Hotel ab. Shoppen werde ich morgen, wenn es wieder hell ist. Vielleicht seh ich da keine Ratten. Und was ich nicht sehe, ist auch nicht da. ODER?










Nun mach ich erst einmal PAUSE in Venedig!

Mittagessen: Topfenstrudel in einem netten Café in Jesolo. Dazu einen Espresso doppio und 1 Liter Mineralwasser.
Übernachtung: Casa Sant'Andrea, ein ehemaliges Kloster (gebaut im 16. Jahrhundert), im 18. Jahrhundert renoviert und in einen Palast umgewandelt - Zimmer sauber und gut. Klimaanlage funktioniert super. WLAN funktioniert nur mäßig. Gut ist anders. Gemeinschaftsbadezimmer im gleichen Stockwerk (das war in der Beschreibung nicht so deutlich herauszulesen), Preis ziemlich gehoben. Eh klar.
Abendessen: Penne Pomodore mit Insalata Mista, dazu vieeeel Mineralwasser und zum Abschluss einen Espresso doppio. Das Eis hab ich mir im Vorbeigehen gekauft.
 
Gesamtstrecke 107,20 km
Zeit in Bewegung 6 h 01'
Gesamtzeit 9 h 21'
Temperatur in der Früh 23 °C, tagsüber bis zu 34 °C
Sonne pur den ganzen Tag

Summe aller Steigungen: 169 m
Höhe Cervignano del Friuli: 20 m ü NHN
Höhe Venedig: 3 m ü NHN

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